Ahimsa
Die Zeilen vom Handeln

 

Vorab bleibt zu sagen, es liegt mir fern anderen vorzuschreiben, wie sie sich zu verhalten haben; doch sollte jeder stets so handeln, dass ihn sein eigenes Handeln und Tun, Denken und Reden zum Glück führt. Es gilt andere stets so zu behandeln, wie man selbst behandelt werden möchte. Wer nun nicht den Löwen zum Fraß vorgeworfen werden möchte, der sollte auch nicht sich selbst andere zum Fraß vorwerfen. So ist der Verzehr von Fleisch abzulehnen, da er das Töten und Leid voraussetzt. Letztlich bleibt zu sagen, dass jeder mit sich selbst ins Reine kommen und seinen eigenen Maximen entsprechend immer kühn und gewissenhaft handeln sollte. Wer dies tut und sich und sein Handeln immer wieder in Frage stellt, der wird glücklich werden.

 

Wer eine Anhäufung schädlichen Karmas verhindern möchte und sich daher an Ahimsa - [Sanskrit] dem Nicht-Verletzen, der Gewaltlosigkeit, was das Töten von allen Lebewesen untersagt – hält, sollte sich nicht vom Gerede Fleischessen befürwortender Menschen verunsichern lassen. Denn ich habe die Erfahrung gemacht, viele Menschen, die sich am Genuss des Fleisches erfreuen, tun sich schwer - selbst an anderen - eine fleischlose Ernährung zu akzeptieren und reden so gegen die vegetarische oder vegane Art zu leben, behauptend, der Verzicht auf den Verzehr von Fleisch, Eiern oder gänzlich tierischen Produkten sei ungesund. Jeder halte sich doch einmal das folgende Bild vor Augen:

Ich denke die Ernährung durch Fleisch ist nicht in unserem tiefen Inneren - unserem Ursprung - verwurzelt. Reiche man doch einem kleinen Kind ein frisches, blutiges Stück Fleisch; auch unter großem Hunger würde es verzichten und lieber weiterhungern, als dort hinein zu beißen. Reiche man ihm jedoch frisches Gemüse, oder eben gepflückte Früchte oder Nüsse, so würde es diese annehmen und sie mit Freude verzehren.
Anders wäre es gewiss bei einem jungen Löwen.