Ich sage den Kindern im Zoo stets, der Zoo sei wie eine moderne Arche Noah zu verstehen. Frage ich dann die Kinder nach Noah und der Arche und sie zählen mir von der Sintflut und wie Noah von jedem Tier zwei rettet, so sage ich, auch heute gilt es wieder die Tiere zu retten; denn die letzte Zuflucht vieler Tiere sind unsere zoologischen Gärten, wo wir sie hüten, erforschen und vermehren, so dass wir ihr Erbe, ihre Nachkommen, eines Tages - sind die Wildbestände nicht mehr durch Lebensraumzerstörung, Wilderei und andere Sünden der Menschheit bedroht - der Natur zurückgeben können.
Doch man bedenke:
Jeder Mensch in dessen Obhut ein Tier, hat sich stets in dieses hineinzuversetzen, bedenkend, wäre er nicht er, sondern der Willkür seiner selbst ausgesetzt. Tierhaltung in menschlicher Obhut erfordert eine genaue Kenntnis der gehaltenen Art; dabei macht es keinen Unterschied, ob ein Insekt, ein Reptil, ein Fisch, ein Vogel oder ein Säugetier gehalten wird - gleich ob Schabe, Gecko, Papagei, Kamel oder Affe. Akribisch - unter äußerster Sorgfalt - ist darauf zu achten, allen Bedürfnissen des zu pflegenden Tieres nachzukommen. So kann ein Goldfisch oder eine Schabe eben genauso in schlechter Haltung verenden. Dies gilt auch für Tiere deren Schicksal es ist, anderen Tieren zum Fraß vorgeworfen zu werden; auch diese Tiere gilt es mit voller Hingabe ihren Bedürfnissen entsprechend zu halten. Wer aus welchen Gründen auch immer, diese Hingabe zu geben nicht bereit, der eignet gänzlich nicht als Wächter über Tiere.
Diese Worte sind auch auf Pflanzen zu übertragen.